Don’t say „I know“

Heute war ich mit Madeleine auf dem Oakland Farmer’s Market und anschliessend zum Linch bei Cosecha im Swan’s Market. Schönes altes, belebtes Oakland!
Madeleine ist eine talentierte Linguistin. Sie ist in Oakland aufgewachsen. Ihre Vorfahren stammen aus Russland/Ukraine und Irland, sie hat also viele Sprachen in ihrer Familie schon einmal gegeben. Sie selbst hat dann vor vielen Jahren Bretonisch gelernt und spricht es heute fliessend, was sie mit einem jährlichen mehrwöchigen oder gar mehrmonatigen Besuch in der Bretagne am Leben erhält. Sie hat auch ein Blog, welches diesem Teil in ihrem Leben gewidmet ist.

Auf dem Weg zum Stadtzentrum dahin bat ich sie, doch bitte mein Englisch zu korrigieren, wenn ich schon so eine begnadete Linguistin um mich herum hätte. Beim Essen sagte sie mir dann, dass ich in einer Konversation auf keinen Fall I know! sagen sollte,  auch wenn es stimmt, sondern einfach zeigen, dass ich zuhöre und verstehe. Also nicht so: This is one of the oldest buildings in the city. – I know! Auf keinen Fall, denn dieses I know wird in der Regel als rude angesehen. Auch wenn das I know total begeistert und zustimmend tönt (wie es ja auch gemeint ist). Richtig wäre also, zu sagen: This is one of the oldest buildings in the old city. – Oh, awesome! oder Mhm, und nicken. Wenn man sagt I know, dann gäbe man dem Gegenüber zu verstehen, so Madeleine, dass man das schon längst weiss und somit gelangweilt wird. Im weiteren Verlauf des Gesprächs sagte sie mir dann auch plötzlich: Don’t say „yes“! – aus dem gleichen Grund. Ich weiss nicht mehr genau, was wir besprochen hatten, aber das „Yes“ war ebenfalls als bestätigende Intervention gemeint, aber auch dies sei grob und unhöflich, meinte sie.

Mein Fazit: Unterstütze die sprechende Person, gib ihr zu verstehen, dass man zuhört und das Gespräch interessant findet. An sich ist dies auch bei uns so. Aber hier sind die Amerikaner/innen in meinen Augen etwas empfindlicher. Ich habe also etwas ganz Wichtiges gelernt heute: Ich weiss jetzt, warum ich (noch) keine Freunde habe. Aber das wird sich jetzt ändern! Awesome! 

Weitere Tipps: Practice Prepare and Learn American Small Talk Style

 

Home Made Pickles

Am letzten Sonntag waren wir in San Francisco zu einem »Learn the Art of Pickling«-Workshop bei Kelly McVicker, einer professionellen Picklerin mit eigenem Brand und Online-Shop. Der Kurs fand bei Kelly zu Hause statt, quasi in ihrer Wohnküche. Wir waren 10 Personen, mit Kelly 11, vier Frauen und sechs Männer – und Kelly. In drei Stunden sollten wir lernen, wie man Gemüse in Gläsern mit Essig oder per Fermentierung haltbar macht. Entstehen sollten die feinen Pickles, wie man sie in den Delis findet, zu Pastrami- oder anderen Sandwiches, oder so als kleiner Snack zum Apero. Warum nicht mal fermentierte Bohnen und Gurken oder in Essig eingelegte Rüebli anstatt Nüssli oder Chips? Wir durften natürlich probieren. Bohnen, Rosenkohl, Zwiebeln… und die in Rotweinessig und Honig eingelgten Feigen waren der absolute Hammer. Leider bleib das Rezept geheim, weil Kelly gerade die Feigen bereits eingelegt verkauft. Aber ein interessantes Rezept zu pickled grapes scheint ebenfalls vielversprechend. Wir träumen schon vom feinen Käse zu eingelegten Trauben (oder umgekehrt)! Zu den Feigen kommen wir dann noch und experimentieren dann mal selber…

Kelly war bestens vorbereitet und eingerichtet, um uns im knappen Raum ihrer Wohnung die Kunst des Picklings näher zu bringen. Sie könnte aus dem Vollen schöpfen und uns die einzelnen Schritte genau erklären und zeigen. In zwei Gruppen erstellten wir dann je eine Essiglauge und die Salzlake für das Fermentierverfahren. Kelly stammt ursprünglich aus dem ruralen Kansas und lernte von Grossmutter und Mutter, wie man Gemüse und Früchte einmacht oder Früchte zu Konfitüren und Jellies zubereitet. Es lassen sich spannende Experimente machen mit ungewohnten Geschmackskombinationen.

Für unsere Gläser konnten wir die Gewürze auswählen. Meine Rüebli sind mit Chilli, Ingwer, Senfkörnern und Knoblauch gepickelt, die Gurken fermentieren nun vor sich hin, zusammen mit Dillblüten, Dillsamen, schwarzen Pfefferkörnern, Knoblauch, Chilli und Koriandersamen. Die kleinen Luftblasen im Glas zeugen nun vom Fermentierungsprozess, der in vollem Gange ist. Ich freue mich schon aufs Essen meiner Pickles und aufs Experimentieren mit neuen Gemüse- und Früchtekombis!

Home Made Pickles

Hier eine kleine Einführung von Kelly mit Rezepten zum selber ausprobieren! Vor allem die Trauben werde ich mir bestimmt nicht entgehen lassen! Aber auch Kimchi oder Sauerkraut wären mal einen Versuch wert, nicht zu sprechen von Jam & Jellies oder Senf!

 

Prominente Alumni

Wenn ich am Vormittag jeweils in meinen Coworking Space gehe, dann muss ich zirka 10 Minuten zu Fuss gehen. Dabei komme ich an der Berkeley High School vorbei, wo V. zur Schule geht.

Ein Projekt mit den Studierenden hat vor einiger Zeit die Stromkästen der Umgebung mit den Porträts von bekannten oder berühmten Alumni der BHS bemalt.  Unter den ehemaligen Schülern sind als zum Beispiel Philip K. Dick, Bobby Seale, Phil Lesh, Thornton Wilder, Chinaka Hodge und Joshua Redman. Im Netz findet sich eine erweiterte Liste mit bekannten Berkeley High School People.

Coworking Space und Mittagessen

Seit September bin ich nun zurück bei NextSpace, meinem Coworking Space an der Center Street in Berkeley. Das Gebäude ist ein altes Bankgebäude der amerikanischen Wells Fargo Bank und entsprechend sieht der Raum aus: ein hoher Raum, etwa sieben Meter hoch, Licht von oben, kleine Büros an der Südseite, zwei schallisolierte Konferenzräume, ein ehemaliger begehbarer Tresorraum, die Vault, der ebenfalls als  Büro benutzt wird. Theoretisch könnte man die Leute, die dort arbeiten, von aussen einschliessen. Die Türe ist immer noch die Tresortüre: schwer, mindestens fünffach panzerverglast.

Nextspace

Eine Spezialität sind die Telefonkabinen, ebenfalls schallisoliert, die immer noch bestehen und in die sich die Leute mit ihren Computern oer Handys zurückziehen, um in Ruhe telefonieren zu können. Praktische Einrichtung! Man könnte glatt einen Online-Kurs aufnehmen darin, so gut isoliert sind die Wände.

Weiter gibt es im gleichen Raum eine Küche, ein Lounge-Bereich mit Kunstrasen, den kürzlich einer der Bürohunde als Park verwechselte und dachte, er könne hier pinkeln. Das war so bizarr, dass ich nur laut lachen konnte, während zwei Kollegen, die das ebenfalls beobachtet hatten, abwechslungsweise den Hund und mich ungläubig, mit herunterhängenden Unterkiefern, anstarrten. Zum Glück war Freitag Nachmittag und das Wochenende in Sicht. Zwei Hunde sind hier im Nextspace regelmässig zu Gast.

Einige essen mittags auch im Büro, wobei sie weiter am Computer arbeiten. An meinem grossen Gemeinschaftstisch bekomme ich die Esserei dann stereo mit. Dann ziehe ich es doch vor, kurz raus zu gehen, um mir beim Italiener eine Foccaccia zu bestellen🙂. Ich bin ja so froh, dass die Italiener massenhaft ihre Heimat verliessen, um sich hier im Westen niederzulassen, damit sie die Menschen hier mit ihrer Kochkunst verwöhnen können. Die einwandernden Menschen hatten ja stets Gelegenheit, voneinander zu lernen und Rezepte auszutauschen, so dass es hier genug Möglichkeiten gibt, sich mexikanisch, italienisch, chinesisch, japanisch, mediterran, französisch, türkisch oder thailändisch bestens zu verpflegen.

Foccaccia

Coyote

Kaum sind die Ferien vorbei, sind wir am Wochenende des Labor Day (erster Montag im September) schon wieder unterwegs zum Meer: Stinson Beach again, er ist ja nur 40 Autominuten entfernt.

Auf dem Rückweg begegneten wir einem Koyoten. Er wollte die Strasse überqueren. Da die Strasse wegen dem langen Wochenende sehr befahren war, war es ein gefähriches Unterfangen für ihn. Tibor hat ihn mit seinem iPhone eingefangen! Ich hoffe, dass er noch lebt.

2016-09-06-VIDEO-00002952 from Miriam Fischer on Vimeo.

Lodges und Motels on Highway One

Websites und Adressen

Carmel
Carmel River Inn

Big Sur
Big Sur River Inn

Riverside Campground and Cabins

Glen Oaks Big Sur

Fernwood Resort Big Sur (Camping and Cabins)

Big Sur Lodge

Post Ranch Inn (5 Stars)

Ventana Inn (4 Stars)

Deentjen’s Big Sur Inn

Lucia Lodge

Big Sur Cabin Rental

Gorda Springs Resort

Treebones Resort
Oceanfront Yurts with pool and dining

Kirkground Camping
Verschiedene Camping Sites an Seen und am Pfeiffer Beach (Zugang eingeschränkt).

Ragged Point Inn

Heimweh-Food

Nicht, dass ich sie wirklich vermissen würde: Wienerli und Silserbrötli. Wer aber nicht darauf verzichten möchte, kann auch hier an der US-Westküste beides finden, unter anderem Namen natürlich: Brathans und Pretzel. Klingt irgendwie wie Hänsel und Gretel.

Brathans

Pretzel