Women’s March San Francisco

Impressionen vom Women’s March in San Francisco am 21. Januar 2017, einem Tag nach der Inauguration von Präsident Donald Trump. Am March haben mehr als 100’000 Personen teilgenommen, dies trotz strömenden Regens!

Die Stimmung war gut. Es kamen Frauen, Männer, Töchter, Mütter, Söhne, Väter, Latinos, African-Americans, Asiaten, Weisse, Menschen aller Religionen, allen Alters, aller sexuellen Ausrichtungen. Die Medien hier sprechen von der grössten Protestveranstaltung seit es die USA gibt.

Angesichts der teilweise verstörenden Äusserungen Trumps und seines Gefolges hat mich dieses Event etwas beruhigt. Es war wichtig zu sehen, dass die Menschen auf die Straße gehen für Menschenrechte, Frauenrechte, Demokratie, Toleranz und Respekt. Wir sollten aktiver dafür einstehen.

Heute habe ich einen Kommentar gelesen irgenwo im Netz, dass in Europa niemand für Europa auf die Straße geht um zu zeigen, dass ein geeintes Europa im Kampf gegen Rechtsextremismus und Faschismus Bedingung ist, um unsere Demokratie zu stärken und zu retten. Es steht viel auf dem Spiel. Wir sollten es ernst nehmen und aktiv werden! Wir müssen nicht akzeptieren, was rechte Demagogen lautstark verlangen oder verkünden! Wir können Nein sagen. Nein zu Rassismus, Intoleranz, Frauenfeindlichkeit!

wm jan212017 from Miriam Fischer on Vimeo.

Arbeit

Heute hatte ich die dritte Stunde – ich meine 90 Minuten – mit meinen neuen Studis. Interessant ist, warum sie Deutsch lernen. Einige haben deutsche oder Schweizer Vorfahren, oder sie sind haben eine/n deutsche/n oder eine/n Schweizer Partner/in, oder sie haben zwar weder Söhne noch Töchter, keine eigenen Kids, dafür Neffen und Nichten, die wiederum in London wohnen, aber Deutsch sprechen. Sie alle wollen sich mit ihnen unterhalten. Einige sprechen echt gut.

Bei meiner Arbeit lerne jeden Tag selbst viel Neues. Selbst so etwas Banales wie Pluralformen von Nomen ist – haha – alles andere als simpel im Deutschen. Nun ja, der Wildwuchs ist nicht ganz so schlimm.Natürlich gewachsene Sprachen sind schliesslich nichts nur Logisches. Immerhin gibt es Faustregeln, zum Teil sogar ganz verlässliche.

Day 6 – Getty Center

Am letzten Tag fuhren wir zum Getty Center in der Nähe der UCLA, in den Hügeln am Stadtrand. Die Fahrt im Uber war lange, die Autostadt Los Angeles zwingt die Leute, täglich Stunden im Auto zu verbringen. Zum Getty jedoch kann man nicht ganz hoch fahren, eine Metro-ähnliche Bahn bringt die Besucher/innen hoch zum Center. es erinnerte mich an die Serie »The Prisoner«, der sich ebenfalls auf dem Gelände nur mit weissen kleinen Wagen bewegen konnte.

Das Museum selbst ist sehr grosszügig, man kann bestens einen ganzen Tag hier verbringen. Die tolle Aussicht über die ganze Stadt und der wundervolle Garten sind neben der Kunst die Attraktionen. Mehrere Terrassen mit Cafés laden ebenfalls zum Verweilen ein. Die Ausstellungen sind in verschiedenen Häusern untergebracht, ein Grossteil des Anwesens aber ist offenbar für Forschung  und Personal reserviert.

420

Cannabis Culture

Heute ist der 20. April. Das Datum wird in den USA als 04-20 geschrieben. Man schreibt immer den Monat zuerst, dann den Tag und am am Schluss das Jahr.
Nun 4-20 ist auch die Zahl der Kiffer. Woher dies kommt ist auf Wikipedia ausführlich beschrieben. Der Urban Dictionary kann die Geschichte bestätigen.

Ab 4:20 PM treffen sich also heute die Waldos (sprich: viele Alt- und Neu-Kiffer) in der Bay Area, besonders aber in San Francisco, um zu kiffen. Valery sagte, dass einige High School Students heute bekifft zur Schule kamen. Ein Mitstudent hatte während dem Sportunterricht laufend Lachanfälle und sorgte für allgemeine Belustigung. Chill’s!

Santa Monica

Day 5 – Das Eames House

Am folgenden Tag fuhren wir mit dem Uber nach Santa Monica, einer kleinen Stadt im Westen von Los Angeles. Dort haben Ray und Charles Eames ihr berühmtes Haus gebaut und auch darin gewohnt. Heute ist das Haus eine Stiftung, die das Haus pflegt und konserviert. Es besteht aus zwei Häusern, genau genommen, dem Studio und dem Wohnhaus.

Spring Break Los Angeles

Day 1
LACMA Los Angeles County Museum of Art

Wenn man zum LACMA kommt, dann stellt man fest, dass es sich bei diesem berühmten Museum um ein Museum Village handelt. Es besteht aus etwa 5 Gebäuden in einem Park mitten in der Stadt, im Stadtteil La Brea.

Man findet für jedes Interesse etwas, von japanischer über europäische Kunst seit 1600 bis Expressionismus in Deutschland, vor allem aber natürlich viel amerikanische Kunst. Wir hatten das Glück, einige berühmte Expressionisten zu sehen, wie Motherwell, Kelly und andere, sowie Richard Serras monumentales, aber elegantes Band (siehe Bild unten) einer der Höhepunkte für mich.

Sehr eindrücklich war auch Ganzfeld von James Turrell. Die Lichtinstallationen des Künstlers faszinieren mich, weil sie auf mich meditativ wirken. Ich möchte in ihnen verweilen. Die Installation Ganzfeld war betretbar. man konnte also ins Licht, in die Farbe eintauchen. Da nur 10 Personen aufs Mal in den lichtdurchfluteten Raum eingelassen werden, mussten wir uns anmelden und etwa eine Stunde warten. Als wir dann per SMS aufgerufen wurden, kamen wir zum Gebäude und traten ein. Es sassen schon andere Leute da. Wir durften uns setzen und weitere etwa 10 Minuten warten. Wir wussten, es würde sich lohnen. Es war wie bei einer japanischen Teezeremonie, bei der man auch wartet, um sich vor allem innerlich zu sammeln und vorzubereiten, auf das, was kommt. Die meisten im Raum hatten es begriffen. Nur ein Mensch musste sich vor seiner Angebeteten stets produzieren und den lustigen Guignol raushängen. Von Turrells Werken geht diese meditative Kraft aus, und es macht Sinn, dass man darin eintaucht. Das letzte, was man dann brauchen kann, ist ein aufgeregter, quasselnder Guy.

Running again

Die letzten Wochen standen ganz im Zeichen des Frühlings. Hier blüht es, die Natur ist längst erwacht. Er Niño hat Regen gebracht, und das ehemals braune Berkeley ist grün und ziemlich bunt. Und: es riecht gut! Berkeley duftet nach Blumen.

Das beste ist aber, dass ich heute zum ersten Mal seit langer Zeit wieder joggen war. In 12 Wochen werden ich wieder ein Runner sein! Meine Jogging-Route ist jedenfalls nun vorerst gesetzt. Es ist der Ohlone Greenway, ein alter Pfad, benannt nach den indigenen Einwohnern hier in der Gegend.

Ohlone Greenway
Ohlone Greenway

Foreign born

Hier in den USA ist man foreign born, wenn man nicht hier geboren ist. Wie es der Begriff ja sagt. Das heisst aber nicht, dass man irgendwann dann Amerikaner/in ist. Interessant sind die Zahlen. Wir vergessen oft, dass auch viele Schweizer/innen ausgewandert sind, damals, als bittere Armut viele zur Migration zwang. Wie wir wissen, wurden einige Arme regelrecht deportiert und aufs Schiff nach Amerika gesetzt. Es gibt Fälle, da wurden die armen Toggenburger dann wieder nach Hause geschafft… Herumgeschoben. Ein Phenomen, welches offenbar nicht neu ist, wenn vielleicht auch in unserem heutigen Ausmass schon. Ich muss ehrlich sagen, ich weiss nicht mehr, wo ich das gelesen habe. Wenn ich es wieder finde, dann liefere ich die Quellen nach. Vielleicht kann jemand einen Kommentar schreiben, wenn er/sie weiss, wovon ich spreche? Danke!

Hier eine interaktive Karte, die zeigt, woher und wieviele Menschen in die USA imigriert sind im Laufe der Zeit, zwischen 1850 und 2010. Manche Zahlen überraschen. Andere weniger.

Link: Interactive Map

 

Squirrel

  
Diese putzigen Felltierchen sind die hiesigen Eichhörnchen, die hier zuhauf herumrennen. Wir konnten auch schon beobachten wie sie sich zu viert einen regelrechten Kampf lieferten. 

Andere Tiere, die man hier hin und wieder in der Stadt antrifft: Hirsche, Rehe, Stinktiere. Sicher auch ab und zu ein Raccoon, obwohl ich hier noch keinen erblickt hab. 

Im Tilden Regional Park gibt es wie schon beschrieben Berglöwen, Klapperachlangen, sonstige Schlangen, Zecken.