Western Scrub Jay

Ein weiteres putziges Tierchen aus unserem Garten ist dieser vorlaute Western Scrub Jay, zu Deutsch Buschhäher. Er sitzt ab und zu in unserem Garten und schreit herum, während er im Boden rumstochert. So scheint er dann recht frech. Wenn ich dann aber näher kommen möchte, um seine Schönheit zu bewundern, dann versteckt er sich lieber im Wachholder-Gebüsch. Kaum bin ich weg, ist er dann wieder da. Das ewige Cou-Cou-Spielchen.
Kürzlich kam ein zweites dieser Prachtexemplare, und was macht der lustige Geselle, der zuerst da war und im Boden stocherte? Er legte sich flach, Bauch nach unten und Flügel ausgestrecht. Stellte er sich tot? Kaum war die Konkurrenz weg, stocherte er lautstark weiter!

 

Wer zu dumm ist für die Welt, wird bestraft

Einmal mehr habe ich es am eigenen Leib erfahren, nicht zum ersten Mal, und wohlauch nicht zum letzten! Geschehen gestern Dienstag. Zu dumm für diese Welt: ich.

Am Vormittag sass ich im Wohnzimmer und schrieb ein paar E-Mails, als jemand heftig an die Tür klopfte. Draussen stand ein Mann, der meinte, er würde den Rasen mähen, ob das in Ordnung sei. Ich wusste, dass David, der Gärtner, immer mal wieder vorbei kam, wenn er gerade in der Gegend war, und erledigte, was gerade anfiel. So, dachte ich, das ist er jetzt, und er hat grad Zeit, den Rasen zu mähen. Okay, sagte ich. Und ging zurück ins Haus, um weiter zu arbeiten. Schliesslich wusste ich von M., unserer Vermieterin, dass er halbjährlich bezahlt wird und sein Geld schon bekommen hat.

Nach fünf Minuten klopfte er wieder an die Tür und meinte, er verlange jeweils so 30 Dollar. Wie das?, dachte ich, und sagte, ich wüsste nicht, ob ich so viel Bargeld hätte. Ich suchte aber doch nach Geld und fand schliesslich noch zehn Dollar bei Tibor, Roger gab mir noch was, und ich fand noch ein paar Dollars bei mir in der Tasche. Ich fragte mich, warum er jetzt doch Geld verlangte, wo er doch… Und gab es ihm. Er bedankte sich und meinte, der Garten sähe jetzt besser aus. Dann machte er sich aus dem Staub.

Da dämmerte es mir… Wie war das eben? Der Rasenmäher hatte nur 3 Räder und sah auch sonst schon ziemlich schrottig aus. Ein Gärtner würde zudem doch den abgeschnittenen Rasen irgendwie wegräumen. Und schliesslich fand ich auch die Zahnlücke verdächtig und kapierte endlich, dass mich ein besonders gewitzter Schlaumeier eben reingelegt hatte. Eine Stunde später stand dann der echte Gärtner auf dem Rasen mit seinem Rasenmäher samt Assistenten und sagte „Hi, I’m David!“. Wir erzählten ihm die Geschichte. Er meinte nur, es gäbe Schlimmeres und fegte noch die Rasenschnipsel weg. Er käme dann in zwei Wochen wieder. Ich weiss jetzt, wie der Gärtner aussieht.

Die Geschichte ist aber leider noch nicht zu Ende. Abgesehen davon, dass ich jemandem dreissig Mäuse für einen lausigen 5-Minuten-Job hinterher geschmissen habe, kommt die wahre Strafe für meine Dummheit erst noch. Mitten in unserem Rasen befindet sich das Rohr für den Stevi-Wäscheständer, und darauf befand sich bis gestern ein wirklich schöner schwarzer Gummideckel, der bisher verhinderte, dass sich das Loch mit Schmutz oder Wasser füllt. Dieser Gummideckel ist jetzt verschwunden. Entweder wurde er vom dreirädrigen Rasenmäher zerfetzt oder… Ach, ich will es gar nicht wissen! Ich suche mir also gleich einen Massstab, um das Rohr auszumessen und dann auszurechnen, wieviele Inches in Millimeter der Durchmesser beträgt, damit ich dann den passenden Deckel irgendwo im Netz – hoffentlich – finde… Auf zum Gummideckel-Abenteuer!

Rohr ohne Deckel

Edible Schoolyard

Heute war Welcome Fair an der Martin Luther King Middle School, wo morgen Tibor zum ersten Mal zur Schule geht. Der edible Schoolyard ist eine Spezialität der Schule: Die Schülerinnen und Schüler der 6. bis 8. Klasse lernen hier Gemüse und Früchte anzubauen, zu pflegen und zu ernten, um sie dann schliesslich zu kochen. Ein paar Hühner und Enten bewegen sich frei im Garten und geniessen ihr Leben an diesem idyllischen Ort!

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Initiiert wurde der Edible Schoolyard von Alice Waters, der berühmten Chef im Chez Panisse. Die Chez Panisse–Foundation sorgt dafür, dass die Initiative weiter lebt und hoffentlich auch kopiert wird. Im Restaurant hängt auch ihr Credo zu ihrer eigenen Initiative:

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