Tioga Pass

Der Tioga Pass in Yosemite National Park war Anfang April noch geschlossen, weil es zu viel Schnee gab. Auf Youtube finden sich jedoch viele Drive Through-Videos für einen kurzen Eindruck. Natürlich ist es nicht das gleiche, wenn man nicht selbst in person da ist, um die Luft zu atmen, den Stein anzufassen, die Wälder und die Wiesen zu sehen.

Im Westen viel Neues

Der November war ein furchtbarer Monat. Seit der Präsidentschaftswahl am 8. November steht die Welt hier Kopf, vor allem hier in Berkeley oder Oakland, wo der Donald nur etwa 3.1 % resp. 5.6% der Stimmen bekommen hat. Für die Leute hier in Berkeley sind es immer noch 3000 Leute zu viel.

Im ersten Moment nach der Wahl waren viele Menschen hier vollkommen aufgelöst. Einige haben geweint, noch Tage danach, gestandene Leute, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. Eine deutsche Mom, die seit dreissig Jahren in den USA lebt, sagte an einem Parent Meeting der High School, dass sie sich deutsche Pässe besorgt habe nach der Wahl. Sie hätten zwar beschlossen, hier zu bleiben, aber man wisse ja nie. Nach dreissig Jahren nach Deutschland zurückzukehren mit den schon fast erwachsenen Kindern, die noch nie in Deutschland lebten, wäre sicher auch nicht ganz einfach. Und eine andere Mom, die zudem Prorektorin der Schule ist, erzählte, ihr Fünfjähriger erwache nachts und frage, ob die Mauer nun gebaut würde. Sie ist mit einem Mexikaner verheiratet und hat drei kleine Jungs zwischen 5 und 10 Jahren. Eine Mom mit indischem Hintergrund beschriebt, wie ihre Tochter am Tag danach reagierte. Ihre Tochter ist eine sechzehnjährige Studentin an der High School. Sie fragte ihre Mutter, was sie am Tag danach wohl antreffen werde auf der Strasse, als colored woman in Trumpland. Ich kann mir nur vorstellen, wie sich andersgläubige und nicht-weisse Frauen, Männer, Kinder, Jugendliche im Moment fühlen müssen mit so einer Regierung, in der Leute sitzen, die sich nicht vom KKK distanzieren, die sich nicht für sexistische und rassistische Äusserungen entschuldigen, die glücklich zu sein scheinen, dass man das alles nun endlich wieder sagen darf… Und das Unfassbare ist, dass mehr als 50% der weissen Frauen, die gewählt haben, ihre Stimme Trump gaben. Für mich waren es jene konservativen Frauen, die ein angepasstes Leben an der Seite ihrer Männer führten, die deren traditionelles Familienbild teilten und in der Nebenrolle lebten, zu Hause blieben bei den Kindern, nach der Familienphase keinen Job bekamen oder es gar nicht erst versuchten, die Trump zum Sieg verhalfen. Diese weissen Frauen, teilweise reich, teilweise aber auch arm oder an der Armutsgrenze, konnten ihr eigenes Leben offenbar doch nicht in Frage stellen. Sie mussten das Alte bewahren, um nicht etwa am eigenen Leben und an ihrem Lebensstil zweifeln zu müssen.

In dieser  Woche nach der Wahl schienen hier alle in einer Art Vakuum zu schweben, verunsichert und destabilisiert. Man kann sich nur vorstellen, wie es sich für nicht-Weisse oder Nicht-Christen im Moment anfühlt. Das unbelievable but true-Gefühl, im negativen Sinn, brachte eine regelrechte Lähmung. Man las tagelang die News und konnte es nicht fassen, was gerade passiert. Eine Woche nach der Wahl sagte eine Kollegin zu mir, sie habe die ganze Woche nichts richtig zustande gebracht. Genau so ging es mir auch. Die Wahl des Donalds hat die Dinge nicht einfacher oder besser gemacht. Es hat es mir nicht leichter gemacht, hier bleiben zu wollen. Und so geht es mir nun jeden Tag.

Die New York Times berichtet täglich aus dem Trump Tower, die Bilder führen mir vor Augen, dass das alles einfach nichts mit mir zu tun hat. Das alles ist mir fremd. Und doch: Ich lebe jetzt in dieser Welt, in der Trump tatsächlich Präsident eines der mächtigsten Länder unseres Planeten ist. Die Menschen, die nun täglich als mögliche Kabinettsmitglieder gehandelt werden, oder die bereits bestätigt sind, bringen auch keine Erleichterung. Im Gegenteil: Es sind Ex-Generäle, die wegen ihrer harten Linie selbst in der Armee umstritten waren. Es sind Neoliberalisten, die alle sozialen Einrichtungen einreissen wollen, die Mindestlöhne von 15$ in der Stunde (oder noch weniger, je nach Staat) wieder abschaffen wollen, weil es geschäftsschädigend sei; alles Millionäre, die das Business an erster Stelle sehen und ihre Millionen an privatem Vermögen als ihre Daseinsberechtigung sehen. Es sind Medienprofis, die die Welt politisch rechtsaussen beschreiben, die ernsthaft eine alte Weltordnung aus dem Mittelalter beschwören, die nur darauf zu warten scheinen, den Kreuzzug gegen den Islam auszurufen; die ihren persönlichen Kampf als Ritter sehen, wie damals, als die Könige Englands den heiligen Krieg ausriefen und ihre Knechte nach Jerusalem schickten, um die Ungläubigen massenhaft zu massakrieren. Man muss es sich konkret vorstellen: Diese Leute sitzen jetzt an allen Schalthebeln der Macht. Sie haben nukleare Waffen und unvorstellbar viel Geld zur Verfügung, um jederzeit alle Knöpfe zu drücken und jeden Kopf rollen zu lassen, den sie als störend empfinden.

Bisher habe ich eigentlich an das Gute im Menschen geglaubt. Ich war vielleicht naiv, aber ich war davon überzeugt, dass die Menschen grundsätzlich und tief im Inneren gut sind. Menschlich eben. Diese Zeiten sind heute für mich vorbei. Und dann wird mir schlecht. In welcher Welt leben wir? Was hat das alles mit mir zu tun? Im Englischen gibt es ein Wort für dieses Gefühl: estranged. Die Art, wie ich mich bisher als Mitglied der Gesellschaft gefühlt habe, ist nicht mehr. Ich fühle mich estranged von meinem eigenen Dasein. Heute ist es einen Monat her, dass der Donald als president-elect die Welt verunsichert.

 

Lodges und Motels on Highway One

Websites und Adressen

Carmel
Carmel River Inn

Big Sur
Big Sur River Inn

Riverside Campground and Cabins

Glen Oaks Big Sur

Fernwood Resort Big Sur (Camping and Cabins)

Big Sur Lodge

Post Ranch Inn (5 Stars)

Ventana Inn (4 Stars)

Deentjen’s Big Sur Inn

Lucia Lodge

Big Sur Cabin Rental

Gorda Springs Resort

Treebones Resort
Oceanfront Yurts with pool and dining

Kirkground Camping
Verschiedene Camping Sites an Seen und am Pfeiffer Beach (Zugang eingeschränkt).

Ragged Point Inn

Reiseideen

Von hier aus lässt es sich sehr schön nach Norden oder nach Süden ans Meer reisen, und man muss nicht mal weit fahren, um in einer ganz anderen Welt anzukommen. Ein, zwei Stunden Auto fahren und schon ist man am Pazifik. Hier ein paar Ideen:

Big Sur
Riverside Camping and Cabins
Ripplewood Cabins
oder Country Flat Farm Cottages

Big Sur. On a budget. It can be done. (LA Times)

Detjeens

Mendocino County
36 Hours in Mendocino County (NY Times)

Oder auch ganz einfach San Francisco Lands End und Cliff House:

Mehr Ideen werden hier einfach ergänzt. 🙂

Day 3 – Universal Studios

Am dritten Tag fuhren wir zu den Universal Studios. Das rennommierte Filmstudio betreibt einen dem Disneyland ähnlichen Park auf dem Gelände der eigentlichen Studios. So sagten wir uns: Einmal im Leben. Wir waren ja noch nie im Disneyland (und wollen da auch nicht hin, wenn’s nicht sein muss). Also los.

Universal Studios

Der erste Eindruck war: Disneyland. So musste es aussehen: miniaturisierte und auf Kulisse gemachte Gebäude, Paris, London, das alte Europa der alten Geschichten. Dann am Rand die einzelnen Stationen, teils Arenen für Kurztheater, teils dunkle Gebäude zum Eintauchen in die virtuelle 3D-Kinowelt. Dazwischen Fastfood, Coca-Cola und Zuckerwatte, eine einzige Mega-Chilbi.

Universal Studios Park

Die Waterworld war unsere erste Station, und wir begannen damit gleich bei der ziemlich schlechten Performance einiger momentan unterbeschäftigten Schauspieler. Das Schauspiel bestach weniger durch feine Dramatik, als vielmehr durch Wasserfahrzeug-Spektakel und  plumpem Machtkampf zwischen den Guten und den Bösen. An die Namen der Protagonisten erinnere ich mich nicht mehr. Es war zu uncharmant.

Waterworld

Dann gingen wir erst mal durch den Park und landeten im Jurassic Park. Mit einem Boot fuhren wir gemütlich durch die Landschaft der Insel, auf der Jurassic Park, der Film, spielt. Plastik-Dinosaurier lauerten überall, aber akustisch war es durchaus eindrücklich. Bald fuhren wir dann in den Berg und hier wurden die röhrenden Dinos dann schon etwas furchteinflössender. Als ich schliesslich sah, dass das vor mir ein Regenvorhang zu durchfahren war, ahnte ich, dass wir hier auf einen Wasserfall zuglitten… So war es auch. 25 Meter in die Tiefe fielen wir mitsamt dem Boot und den rund 100 Passagieren… das war breathtaking. Ich war froh, dass ich die Beschreibung des Parks und seiner Attraktionen nicht gelesen hatte, nie und nimmer wäre ich in dieses Boot gestiegen, hätte ich gewusst, dass ich am Schluss einen Riesensatz in die Tiefe nehmen würde. Ich realisiert, dass ich keine Herzattacke hatte, doch nicht so schlimm, oder nein, eigentlich ganz lustig!

Das Gefühl danach war leicht euphorisch. Wir freuten uns auf das Nächste, denn es würde ja wahrscheinlich noch mehr von der abenteuerlichen Sorte passieren. So war es dann auch. In der Transformers-World verwandelten wir uns in die Troops, die die Welt vor dem Bösen zu retten hatten und fuhren un unseren Militärkarren in die Welt der Zerstörung. Mit 3D-Brillen ausgestattet flogen wir zwischen Wolkenkratzern herum und schwere Metallkörper und -Splitter uns um die Ohren. Auch Bomben wurden nach uns geworfen und sonstige schlimme Riesenteile, und wir flogen durch Scheiben und zerschellten am harten Betonboden… und starben tausend Tode… das alles virtuell. Was half war laut schreien und Augenschliessen, sollte es zu bunt werden. Doch alles in allem ganz eindrücklich. Die Chilbibahn gepaart mit 3D-Technologie und bestem Sound: Schon bist du selbst mitten im Film und fliegst rasend in der unwirtlichsten Gegend rum. Nicht auszudenken was noch kommen wird mit den Möglichkeiten der künftigen virtual reality!

Ganz eindrücklich war dann die Studiotour durch das echte Studiogelände mit den riesigen Hallen, in denen die Bühnen auf- und abgebaut werden, auf denen die Filme und TV-Shows produziert werden. Interessant auch, dass Kulissen, die zum Teil seit Hitchcock bestehen, wie Norman Bates‘ Motel, noch immer benutzt werden, von New Yorks und Londons Strassen, kleinen Dörfern und Wisteria Lane, die dann in Natura viel kleiner aussehen als im Film…

Universal Studiogelände

Ende Woche wird nun auf dem Parkgelände die Harry Potter-Welt eröffnet. Einen kleinen Eindruck konnten wir bereits bekommen. Quakende Unken, Zwerge und Hexen, massenhaft Zauberlehrlinge tummelten sich in der mittelalterlichen Märchenwelt, alles Touristinnen der imaginären Welt.

Harry Potter World

Was man auf den Bildern nicht wirklich sieht, sind die vielen vielen Menschen, die sich gleichzeitig durch die Gassen schieben. Und dies war wohl das Eindrücklichste an unserem Studiobesuch: Die Logistik war durchorganisiert. Man musste überall anstehen, wurde dann durch Abschrankungen und sich schlängelnden Reihen geschleust, bis man ganz genau auf jener Markierung am Boden zu stehen kam, die den Platz im Wagen oder im Boot repräsentierte, den man dann einnehmen sollte, wenn das Fahrzeug vor einem stand und man einsteigen konnte. Jeder Platz wurde ausgefüllt, Heerscharen von Staff standen bereit, um fast schon sekundengenau den Rhythmus aufrecht zu erhalten, in dem die Masse durch den Park bewegt wurde.

Day 2 – Koreatown

Am zweiten Tag spazierten wir nach Koreatown, die weltweit grösste koreanische Exilgemeinde ausserhalb Koreas. Nach etwa einer Stunde kamen wir im besagten Stadtteil an und fanden ein vollkommen unscheinbares, aber im Internet vielgerühmtes Restaurant: Park BBQ. Die vielen Fotos mit celebrities aus der kalifornischen und koreanischen Film- und Sportwelt im Eingangsbereich liessen erahnen, dass es sich ziemlich sicher um ein gutes Restaurant handle. Und ja, so war es auch. Das Essen war wunderbar!

Korean BBQ

Nach dem Essen spazierten wir Richtung La Brea zurück, wobei wir uns dann irgendwann einen Uber leisteten. Dies taten wir von nun an täglich, um überhaupt irgendwohin zu kommen in LA. Das einzige, was uns denn nicht so gefiel an LA waren die vielen vielen Autos. Es ist eine totale Autostadt. Letztendlich aber war die Uber-Fahrerei weniger teuer, als für sechs oder sieben Tage ein Auto zu mieten.