Home Made Pickles

Am letzten Sonntag waren wir in San Francisco zu einem »Learn the Art of Pickling«-Workshop bei Kelly McVicker, einer professionellen Picklerin mit eigenem Brand und Online-Shop. Der Kurs fand bei Kelly zu Hause statt, quasi in ihrer Wohnküche. Wir waren 10 Personen, mit Kelly 11, vier Frauen und sechs Männer – und Kelly. In drei Stunden sollten wir lernen, wie man Gemüse in Gläsern mit Essig oder per Fermentierung haltbar macht. Entstehen sollten die feinen Pickles, wie man sie in den Delis findet, zu Pastrami- oder anderen Sandwiches, oder so als kleiner Snack zum Apero. Warum nicht mal fermentierte Bohnen und Gurken oder in Essig eingelegte Rüebli anstatt Nüssli oder Chips? Wir durften natürlich probieren. Bohnen, Rosenkohl, Zwiebeln… und die in Rotweinessig und Honig eingelgten Feigen waren der absolute Hammer. Leider bleib das Rezept geheim, weil Kelly gerade die Feigen bereits eingelegt verkauft. Aber ein interessantes Rezept zu pickled grapes scheint ebenfalls vielversprechend. Wir träumen schon vom feinen Käse zu eingelegten Trauben (oder umgekehrt)! Zu den Feigen kommen wir dann noch und experimentieren dann mal selber…

Kelly war bestens vorbereitet und eingerichtet, um uns im knappen Raum ihrer Wohnung die Kunst des Picklings näher zu bringen. Sie könnte aus dem Vollen schöpfen und uns die einzelnen Schritte genau erklären und zeigen. In zwei Gruppen erstellten wir dann je eine Essiglauge und die Salzlake für das Fermentierverfahren. Kelly stammt ursprünglich aus dem ruralen Kansas und lernte von Grossmutter und Mutter, wie man Gemüse und Früchte einmacht oder Früchte zu Konfitüren und Jellies zubereitet. Es lassen sich spannende Experimente machen mit ungewohnten Geschmackskombinationen.

Für unsere Gläser konnten wir die Gewürze auswählen. Meine Rüebli sind mit Chilli, Ingwer, Senfkörnern und Knoblauch gepickelt, die Gurken fermentieren nun vor sich hin, zusammen mit Dillblüten, Dillsamen, schwarzen Pfefferkörnern, Knoblauch, Chilli und Koriandersamen. Die kleinen Luftblasen im Glas zeugen nun vom Fermentierungsprozess, der in vollem Gange ist. Ich freue mich schon aufs Essen meiner Pickles und aufs Experimentieren mit neuen Gemüse- und Früchtekombis!

Home Made Pickles

Hier eine kleine Einführung von Kelly mit Rezepten zum selber ausprobieren! Vor allem die Trauben werde ich mir bestimmt nicht entgehen lassen! Aber auch Kimchi oder Sauerkraut wären mal einen Versuch wert, nicht zu sprechen von Jam & Jellies oder Senf!

 

Äpfel im Schlafrock

Wieder konnte Tibors Klasse in die Küche, diesmal haben sie Apfelküchlein gebacken. Hier sind sie: Supereinfach und superfein!

Muerbeteig

Mürbeteig: 150 g Mehl, 60 g Butter, kalt, in feine Scheibchen oder Flocken geschnitten, 1 Prise Salz und ca 8 cl sehr kaltes Wasser.

Mehl und Salz mischen, Butterflocken zwischen den flachen Händen mit dem Mehl verreiben, bis alles fein verarbeitet ist. Dann Wasser beigeben und Alles zu einem Teig formen. Im Ganzen dauert dies etwa 5 Minuten. Im Kühlschrank ca 30 Minuten kühl stellen.

teigausgewallt

Teig in 6 bis 8 Portionenkugeln teilen und auswallen, möglichst rund.

Füllung herstellen aus 4 geschälten und entkernten Äpfeln, fein geschnitten, zusammen mit etwas Zucker und wenig Zimt vermischt.

apfel

Anschliessend Füllung auf die runden ausgewallten Teilkreise geben und den Rand hochfalten.

chuechli_unbaked

Ca. 20 Minuten bei 200 Grad im Ofen backen.

chuechli

 

Tibors Schulküche

In den ersten Wochen im neuen Jahr kann Tibors Klasse jeweils am Montag und/oder am Dienstag in die Schulküche. Beim ersten Mal Kochen hat er Fried Rice gekocht mit viel Gemüse aus dem Edible Schoolyard oder vom Markt.

Tibors Bilder aus der Küche:

Fried Rice 1Geschnetzeltes und angebratenes Gemüse mit Reis von gestern mischen und im Wok anbraten (oben). In der Mitte eine Öffnung machen und verklopfte Eier (4 Stück) eingiessen. 1 Cup Sojasauce auf den Reis-Gemüse-Ring um das Ei herum verteilen und mischen (unten).
Kurz weiter braten und servieren.

Ei

Das Resultat war super, ich hab’s probiert! Am Abend des gleichen Tages hat Tibor das Essen gleich noch einmal gekocht, diesmal für uns! Er ging einkaufen und kochte. Es war super fein!

En Guete

Hier das Rezept:

Rezept

Buddha’s Hand

Wir haben eine Frucht entdeckt, die wir noch gar nie gesehen haben: Buddhas Hand*. Diese Zitrusfrucht, japanisch bushukan, duftet delikat und wundervoll.

Bushukan

Lemonade Buddha’s Hand

125 g Zucker
125 ml Wasser
5 Zitronen
zwei Finger von Buddhas Hand (oder fein geschnittene Zitronenschale).

Zucker und Wasser aufkochen bis der Zucker aufgelöst ist.
Saft der 5 Zitronen und 2 von Buddhas Fingern in feinen Scheiben dazugeben und 5 Minuten köcheln lassen. 😉
Vom Feuer nehmen, 10 Minuten ziehen lassen.
Sieben und noch heiss in eine Flasche giessen.

Für 1 l die Menge verdreifachen.
Servieren: 1/5 Lemonade und Wasser (sagen die Jungs), Eis, evtl. ein zwei Minzenblätter.

*Buddhas Hand ist auch ein speziell grossblättriger, wunderbarer Oolong Tee von Shui Tang.

Swiss Cheese

Wenn man sich etwas umsieht hier in den teuren Bio-Foodmärkten, dann wird man fündig: Es gibt sogar Fondue! Allerdings wird es eher als Sauce verstanden, die man z. B. für das Amerikanische Nationalgericht Mac’n Cheese verwenden kann, oder als Dip. Obwohl es ja stimmt, dass Fondue ein Dip ist, in den man das Brot (oder die Kartoffeln) dippt, ist es für Schweizer strange, wenn man zum Fondue Dip sagt: »Bei uns gibt’s heute Chäs-Dip.« Aber so scheint es zu sein, wenn man kulturfremde Phänomene in die eigene Kultur einverleibt. Die Leute müssen sich ja was drunter vorstellen können. 🙂

Fondue Swiss Made

Interessant ist ja, dass hier steht, es sei ein »Product of Switzerland«. Heisst das jetzt »Made in Switzerland« oder kommt nur die Produkt-Idee aus der Schweiz?
Jedenfalls habe ich jetzt grad beschlossen, dass wir das mal versuchen… und dann berichten!

Ein anderer Chas ist der Chällerhocker. Weil es offenbar für die Englisch-Sprechenden sehr schwierig ist, deutsche Umlaute richtig auszusprechen, lassen sie einfach die Pünktchen weg und der Umlaut ist auch weg. Praktisch! Es merkt’s fast niemand.

Challerhocker

Gruyere ist hier oft anzutreffen, aber wahnsinnig teuer. Wenn ich mich richtig erinnere, kostet ein Kilo etwa 30 $, wie sehr teures Fleisch. Super-Luxus! Und natürlich fehlt auch der Waadtländer Weisswein nicht. Wie teuer der hier ist, habe ich nicht gesehen. Wahrscheinlich teurer als Champagner.

Gruyere

Bialetti

La Bialetti

Ein anderes Küchentool, das neben dem Blender für mich überlebenswichtig ist, heisst Bialetti <3! Den richtigen Kaffee dafür habe ich aber noch nicht gefunden. Der Espresso hier ist mir oft – nicht immer – viel zu sauer. Offenbar gibt es kulturell geprägte Vorlieben für Kaffeegeschmack. Den besten Espresso, den ich in Berkeley in einem Café getrunken habe, war in einem veganen Café an der Gilman Street. Oder bei den Italienern in North Beach, of course.

Monterey Market

Der Monterey Market ist in unserer Nähe und ein kleiner, feiner Markt an allem, was das Gemüseherz begehrt. Das Logo erinnert an ein japanisches Clan-Emblem, was kein Zufall ist. Die Gründer des Monterey Markets sind japanischer Herkunft. Das ist ein Glücksfall, da man hier nicht nur verschiedene italienisch Pasta sondern auch beste japanese und andere asian noodles findet.

Monterey Market

Im Moment haben die Pumpkins Saison. Man sieht sie in der Nachbarschaft auch zunehmend vor den Hauseingängen stehen und das Haus bewachen. Wir sind gespannt auf den echten amerikanischen Halloween.

Pumpkin

Genau deshalb ist Violett meine Lieblingsfarbe: Wegen den delicious eggplants!

Aubergines

Aus diesen schönen Heirloom-Tomaten lässt sich mit dem Blender eine tolle roasted tomato soup herstellen

Tomaten

Kale ist schliesslich das neue alte Gemüse, welches bei uns als Federkohl bekannt ist und fast vergessen wurde, bis er in Amerika wieder ausgegraben wurde und die Welt sich seither im grünen Smoothie damit ernährt. Dazu braucht es natürlich einen Blender.

Kale